Top-Five Hitliste der beliebtesten mit dem Aufstiegs-BAföG geförderten Fortbildungsabschlüsse 2019 in Deutschland.

Nicht nur im Radio, auch hier im Blog ist der Dezember der Monat der Hitlisten. Wir haben uns die Top-Five der beliebtesten durch das Aufstiegs-BAföG geförderten Fortbildungsabschlüsse einmal genauer angeschaut. Und der Sieger ist….

Staatlich anerkannte/r Erzieher/in

… die berufliche Qualifizierung im Erzieherberuf zum oder zur Staatlich Anerkannten Erzieher/in. Laut Statistischem Bundesamt waren es im Jahr

… die berufliche Qualifizierung im Erzieherberuf zum oder zur Staatlich Anerkannten Erzieher/in. Laut Statistischem Bundesamt waren es im Jahr 2019 29.765 Menschen, die diesen Abschluss erworben haben – dank finanzieller Förderung durch das Aufstiegs-BAföG. Die Plätze zwei bis fünf gehen an den oder die Industriemeister/in Metall (11.141), Wirtschaftsfachwirt/innen (9.657), Staatlich geprüfte Maschinenbautechniker/in (7.023) und Staatlich geprüfte Elektrotechniker/innen (5.266).

Staatlich anerkannte/r Erzieher/in

In  der beruflichen Qualifikation zum/zur Staatlich anerkannte/n Erzieher/in  wird berufliches Wissen in unterschiedlichen Bereichen vermittelt, wie etwa in Pädagogik, Jugendarbeit, Elternberatung, Psychologie. Sie ist eine landesrechtlich geregelte schulische Bildungsmaßnahme, es gelten unterschiedliche Zugangsanforderungen. Die Qualifikation dauert zwei- bis vier Jahre und wird an einer Fachschule (in Bayern Fachakademie) absolviert. In einigen Bundesländern reicht das Fachabitur für die Zulassung an einer Fachschule/-akademie, in den meisten Bundesländern ist eine einschlägige berufliche Erstausbildung (etwa Kinderpfleger/in oder Sozialassistent/in) nach dem mittleren Schulabschluss Voraussetzung. Ergänzend zur schulischen Ausbildung wird der praktische Teil während eines Anerkennungsjahres vermittelt. Der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) ordnet eine/n „Staatlich anerkannte/nr Erzieher/in“ in das DQR-Qualifikationsniveau 6 ein, wenn die Qualifikation mindestens 2.400 Unterrichtsstunden und 1.200 Stunden Praxis umfasst.

Industriemeister/in Metall

Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern sowie private Bildungsinstitute bieten die berufliche Fortbildung Industriemeister/in Metall. Wer einen anerkannten Abschluss in einem Beruf der Metallbranche und einige Jahre Berufserfahrung vorweist, kann die berufliche Fortbildung anschließen. Die Kurse zur Prüfungsvorbereitung finden in Voll- und Teilzeit statt, auch ist es möglich, Fernkurse zu belegen. Je nach Anbieter sind 900 bis 1.200 Unterrichtsstunden vorgesehen. Erfolgreich geprüfte Industriemeister/innen Metall haben die besten Voraussetzungen für eine berufliche Selbstständigkeit oder eine Karriere als Führungskraft – Aufstieg ins Management inklusive. Industriemeister/innen Metall werden in leitenden Positionen eingesetzt, sie kümmern sich um die Planung, Herstellung, Auslieferung oder Installation von Metallprodukten.

Wirtschaftsfachwirt

Der oder die geprüfte/r Wirtschaftsfachwirt/in ist ein öffentlich-rechtlich anerkannter Abschluss auf Meisterebene, nach einer erfolgreich absolvierten kaufmännischen Aufstiegsfortbildung. Die bundeseinheitliche Prüfung erfolgt auf Grundlage einer besonderen Rechtsverordnung vor dem Prüfungsausschuss einer Industrie- und Handelskammer (IHK). Im Gegensatz zu anderen Fachwirten ist die Weiterbildung nicht wirtschaftszweigbezogen, sondern branchenübergreifend. Der DIHK-Rahmenplan empfiehlt für die Fortbildung einen Unterrichtsumfang von 650 Unterrichtsstunden. Öffentliche und private Bildungsträger bieten Lehrgänge zu den Prüfungen zwischen sechs und 24 Monaten sowohl in Vollzeit als auch berufsbegleitend oder per Fernlehrgang an. Wirtschaftsfachwirte/innen verfügen über sehr gute betriebswirtschaftliche und kaufmännische Kenntnisse und arbeiten eigenverantwortlich – Voraussetzungen, die oft in mittelständischen Unternehmen gefordert sind.

Staatlich geprüfte/r Maschinenbautechniker/in und Staatlich geprüfte/r Elektro-Techniker/in

Um die geschützte staatliche Abschlussbezeichnung führen zu dürfen, muss eine entsprechende Aufstiegsfortbildung an einer Fachschule für Technik absolviert und das abschließende Staatsexamen bestanden worden sein. Die meisten Technikerschulen sind staatliche Fachschulen, jedoch gibt es auch private Bildungsträger, die diese Fortbildung anbieten. Die Aufstiegsfortbildungen umfassen mindestens 2.400 Unterrichtsstunden und können in Vollzeit (zwei Jahre) oder Teilzeit (mindestens drei Jahre, je nach Fachrichtung und Fachschule auch vier Jahre) auch in Form eines Fernstudiums mit flexibler Zeiteinteilung absolviert werden. Der von staatlichen Fachschulen vergebene Berufstitel „Staatlich geprüfter Techniker“ wird für eine bessere Zuordnung außerhalb Deutschlands mit „State-Certified Engineer oder State-certified technical engineer“ übersetzt. An staatlichen Fachschulen ist die Aufstiegsfortbildung unter Umständen kostenfrei, wobei auch an diesen Fachschulen für Technik teilweise Ausbildungs- und Prüfungsgebühren in Höhe von mehreren hundert Euro anfallen können.

Nach erfolgreichem Abschluss dieser Aufstiegsfortbildung können in der Regel abwechslungsreiche und anspruchsvolle Aufgaben als Führungskraft in Konstruktion, Fertigung oder Sachbearbeitung übernommen werden. Maschinenbautechiker/innen entwickeln gemeinsam mit Ingenieur/innen neue Maschinen und Anlagen, sorgen für deren Instandhaltung, erarbeiten Vorgaben für eine wirtschaftliche Fertigung oder kümmern sich um den Materialeinkauf. Elektrotechniker/innen sind für die Entwicklung, Berechnung und Konstruktion von Bauelementen, Geräten, Maschinen, Anlagen und Systemen verantwortlich.