Das neue AFBG auf einen Blick

Bessere Leistungen, erweiterte Förderung, weniger Bürokratie: Zum 01. August 2016 sind grundlegende Änderungen der Aufstiegsförderung in Kraft getreten. So ist es z.B. jetzt möglich, den Förderantrag direkt online zu stellen. 

Wesentliche Neuerungen des 3. Gesetz zur Änderung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (3. AFBGÄndG) zum 01. August 2016 im Überblick:

Fortbildungskosten

Grafik: © BMBF

Der Basisunterhaltsbeitrag im AFBG bei Vollzeitmaßnahmen wurde von 645 Euro auf 708 Euro erhöht; der Zuschussanteil hierauf nach Abzug des Pauschbetrages von 44 Prozent auf 50 Prozent.

​Die Erhöhungsbeträge zum Basisunterhaltsbeitrag wurden für den/die Teilnehmende/n von 52 Euro auf 60 Euro, für Ehepartner/in von 215 Euro auf 235 Euro und für Kinder von 210 Euro auf 235 Euro erhöht. Für den Kindererhöhungsbetrag stieg der Zuschussanteil von 50 Prozent auf 55 Prozent. Für die weiteren Erhöhungsbeträge wurde erstmals ein Zuschussanteil (von 50 Prozent) eingeführt.

Der einkommensunabhängige maximale Maßnahmebeitrag (Förderung der Lehrgangskosten) stieg von 10.226 Euro auf 15.000 Euro. Der Zuschussanteil hierauf wurde von 30,5 Prozent auf 40 Prozent erhöht.

  • Der einkommensunabhängige Kinderbetreuungszuschlag für Alleinerziehende wurde von 113 Euro auf 130 Euro erhöht.
  • Mit einem „Attraktivitätspaket Meisterstück“ wurde die Förderung der Materialkosten für das Meisterprüfungsprojekt auf bis zu 2.000 Euro erhöht (bisher 1.534 Euro) und ein Zuschussanteil (von 40 Prozent) erstmals eingeführt.
  • Der mögliche Erlass des restlichen Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungskosten bei Bestehen der Prüfung wurde von 25 auf 40 Prozent erhöht.
  • Der Basisvermögensfreibetrag wurde von 35.800 Euro auf 45.000 Euro erhöht; die Erhöhungsbeträge hierauf für den Ehepartner und je Kind von 1.800 Euro auf 2.100 Euro.
  • Die Einkommensfreibeträge im AFBG sind bereits mit dem 25. BAföGÄndG für den/die Teilnehmende/n von 255 Euro auf 290 Euro, für Ehepartner/in von 535 Euro auf 570 Euro und je Kind von 485 Euro auf 520 Euro erhöht worden.
Unterhaltsbedarf

Grafik: © BMBF

Die AFBG-Förderung wurde erweitert:

  • auf Bachelor-Absolventen und -Absolventinnen, die zusätzlich eine Aufstiegsqualifizierung anstreben und die Voraussetzungen hierfür erfüllen sowie
  • auf Personen, die nach den jeweiligen öffentlich-rechtlichen Fortbildungsregelungen für eine Aufstiegsqualifizierung ohne Erstausbildungsabschluss zur Prüfung oder zur entsprechenden schulischen Qualifizierung zugelassen werden können (zum Beispiel Studienabbrecher/-innen oder Abiturienten/Abiturientinnen mit Berufspraxis).