23. Oktober: Aufstiegs-BAföG-Tour auf der HAARE2017 in Nürnberg

„Rumhängen war nicht …“ auf der HAARE2017 in Nürnberg. Auf der Fachmesse für Friseure, Barbiere und Kosmetiker trafen sich vom 22. bis 23. Oktober 2017 gestandene und angehende „Beauty-Profis“ um sich über die neuesten Trends und Techniken auszutauschen. Außerdem stellten Auszubildende aus ganz Bayern in verschiedenen Wettbewerben ihr ganzes Können unter Beweis. Ein guter Ort also, um über die Karriere- und Fördermöglichkeiten im Friseurhandwerk mit dem neuen Aufstiegs-BAföG zu informieren.

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© BMBF

Hochsteckfrisuren im Einhorn-Look oder Wiesn Style sowie jede Menge Glitzer und Fantasy – im Rahmen der verschiedenen Wettbewerbe vom Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks sowie des Landesinnungsverbands des bayerischen Friseurhandwerks zeigten Auszubildende aus ganz Bayern, wie viel Kreativität und Know-how im Friseurhandwerk steckt.

Die Wettbewerbe sollen die angehenden Friseurinnen und Friseure dazu inspirieren, Neues auszuprobieren und ihr Selbstbewusstsein fördern, um die nächsten Karriereschritte anzugehen. Ausgestattet wurden sie hierfür durch das AFBG-Team vor Ort im Auftrag des BMBF mit dem beliebten Aufstiegs-BAföG-Turnbeutel, der neben Informationen auch eine kleine „Energiereserve“ enthält.

Sehen Sie hier die schönsten Momente und ausgefallensten Kunstwerke der zukünftigen Aufsteigerinnen und Aufsteiger auf der Haare2017.​

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„Die Grundlage für beruflichen Erfolg“

Innovationen und Weiterbildung gehören im Friseurhandwerk zusammen, wenn es um die berufliche Karriere geht. Einer, der davon aus eigener Erfahrung berichten kann, ist Christian Hertlein, Friseurmeister und Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks. Im Interview erläutert der 47-Jährige, wie die Digitalisierung in Friseursalons Einzug hält und warum das Thema Weiterqualifizierung für ihn keine Frage des Alters ist.

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Herr Hertlein, was begeistert Sie am Friseurhandwerk?

Der Umgang mit Menschen, die Kreativität, die der Beruf bietet, das selbstständige Arbeiten, sowie die Flexibilität, die es braucht, um sich immer wieder auf neue Mode- und Frisurentrends einstellen zu können.

Sie sind selber Friseurmeister. Wie haben Sie persönlich von dieser Weiterbildung profitiert?

Der Friseurmeister war für mich die Grundlage zur Selbstständigkeit. Weiterhin bekam ich dadurch die Möglichkeit junge Menschen auszubilden. Ein grundlegendes, tiefgreifendes Fachwissen erleichtert die fachliche Arbeit im Salonalltag. Zusätzlich war es die Voraussetzung um den Betriebswirt des Handwerks ablegen zu können.

Welche weiteren Aufstiegsfortbildungen gibt es im Friseurhandwerk?

Neben der Meisterprüfung, dem Betriebswirt des Handwerks und der Weiterbildung zum Fachlehrer gibt es noch eine Fülle an qualifizierenden Weiterbildungen, die der Spezialisierung dienen, z.B. Colorist, Stylist für Haarverlängerung und Haarverdichtung oder Salonservicemanager.

Mit welchen Argumenten ermuntern Sie Ihre Auszubildenden, sich weiter zu qualifizieren?

Stichwort: Lebenslanges Lernen. Ständige Weiterbildung ist die Grundlage für beruflichen Erfolg in einer sich ständig weiterentwickelnden Branche. Auch vor dem Hintergrund der Digitalisierung. Online-Terminplanung, digitale Kassensysteme, Tablet-Geräte und digitale Beratungssysteme gehören für Mitarbeiter und Kunden zum Salonalltag. Unsere Kunden haben ständig die Möglichkeit, sich Infos über Trends, Mode, Techniken und Produkte aus den digitalen Medien zu beschaffen. Darauf müssen wir vorbereitet sein und reagieren können.

Warum ist das Aufstiegs-BAföG für Gesellinnen und Gesellen, aber auch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit längerer Berufserfahrung so wichtig?

Das Aufstiegs-BAföG ist wichtig, um auch in der beruflichen Bildung eine gewisse Chancengleichheit zu gewährleisten. Aufstiegsfortbildungen werden unabhängig vom Alter und der jeweiligen finanziellen Situation gefördert. Die Absolventinnen und Absolventen haben schließlich eine Qualifikation auf dem Niveau eines Hochschulabschlusses in der Tasche. Das stärkt ihre Position: Hochqualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sichern ihre Arbeitsplätze und reduzieren so das Risiko von Arbeitslosigkeit.