12. Oktober 2018: ICH WEISS, WAS ICH WILL! – Aufstieg durch Fortbildung

„ICH WEISS, WAS ICH WILL!“ Für die rund 1.300 Teilnehmenden des Fortbildungskongress für Pflegende am 12. Oktober 2018 in Kassel war klar: Wir wollen beruflich weiterkommen. Genau der richtige Ort, um auf das Aufstiegs-BAföG aufmerksam zu machen

Aufstiegs-BAföG-Tour

BMBF

„ICH WEISS, WAS ICH WILL!“ – und zwar aufsteigen durch eine Fortbildung. Rund 1.300 professionelle Pflegende sowie Pflegeschülerinnen und -schüler informierten sich am 12. Oktober 2018 auf dem Fortbildungskongress für Pflegende der B. Braun-Stiftung in Kassel über Entwicklungen in der Pflegebranche und mögliche Karrierewege. Vor Ort wurden zukünftige Aufsteigerinnen und Aufsteiger über Fördermöglichkeiten mit dem Aufstiegs-BAföG informiert. Deutschlandweit werben die neuen Edgar Cards für die finanzielle Unterstützung.

Wie wappne ich mich für die Zukunft der Pflege? Auf welchen Wegen kann ich mich weiterqualifizieren? Und wer unterstützt mich dabei? Über diese und andere Fragen zu Karrierechancen in der Pflege informierten zahlreiche Experten die Fortbildungsinteressierten auf dem Kongress Fortbildung für Pflegende in Kassel.

Aufstieges-BAföG-Tour

BMBF

Aufstiegs-BAföG-Tour

BMBF

Aufstiegs-BAföG-Tour

BMBF

Aufstiegs-BAföG-Tour

BMBF

Aufstiegs-BAföG-Tour

BMBF

Aufstiegs-BAföG-Tour

BMBF

Aufstiegs-BAföG-Tour

BMBF

Vom Krankenpfleger zum Vorstandsmitglied im Universitätsklinikum Eppendorf und in der B. Braun-Stiftung: Der Lebenslauf Joachim Prölß zeugt vom Erfolg lebenslangen Lernens – ganz nach dem Motto „ICH WEISS, WAS ICH WILL“. Wie wichtig Fort- und Weiterbildungen in der Pflege sind, beantwortet Joachim Prölß im Interview:

Sie sind seit mehr als 30 Jahren in der Pflege tätig, was waren für Sie die wichtigsten Stationen Ihrer Laufbahn?

Joachim Prölß: Nach dem Abitur habe ich zunächst begonnen, Geowissenschaften zu studieren. Über ehrenamtliche Arbeit bin ich in Kontakt mit psychiatrischen Langzeitpatienten gekommen und habe mich bewusst für eine Pflegeausbildung in einer psychiatrischen Fachklinik entschieden. Dort konnte ich unglaublich viel für mein späteres Berufsleben lernen. Nach der Ausbildung hat es mich in die Intensivpflege gezogen. Sehr geprägt hat mich auch die Arbeit auf einer Schwerverbrannten-Intensivstation. Später hatte ich die Gelegenheit mehrere Jahre als pädagogischer Mitarbeiter in einem Bildungsinstitut tätig zu sein. Bevor ich Vorstandsmitglied im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wurde, habe ich als Leitender Pflegedirektor bei den Kliniken der Stadt Köln gearbeitet.

Vom Krankenpfleger zum Vorstandsmitglied im Universitätsklinikum Eppendorf und in der B.-Braun Stiftung – das ist ein beeindruckender Aufstieg! Was ist Ihr Karrieregeheimnis?

Das ist sicherlich kein Geheimnis. Wichtig sind eine hohe Eigenmotivation, viel Beharrlichkeit und Belastbarkeit, aber auch Freude an neuen Aufgaben und gute Begleiter – und auch ein Quäntchen Glück bei einigen Richtungsentscheidungen im Leben. Nicht zuletzt braucht es unbedingt eine gute Balance zwischen den Karrierezielen und anderen schönen Dingen im Leben, bei mir ist das vor allem eine tolle Familie.

Ihr Lebenslauf ist ein Musterbeispiel für den Aufstieg durch Weiterbildung. Warum lohnt sich lebenslanges Lernen?

Stillstand ist langweilig. Wir müssen uns als Menschen, aber natürlich auch als Arbeitnehmer und Führungskraft immer wieder an neue Umwelten anpassen und daraus Motivation und Freude an neuen Erkenntnissen ziehen. Ich bin überzeugt, dass man so lebendig und wachsam bleibt. Veränderungen kommen sowieso, die Aufgabe ist, ihnen aktiv zu begegnen. Einer meiner Vorbilder ist in dieser Hinsicht meine 84-jährige Schwiegermutter. Wie sie mit ihrem Tablet in Kontakt mit der modernen Welt bleibt, ist beeindruckend.  

Fehlende Fachkräfte in der Pflege sind ein Dauerthema. Welches Potenzial bieten Fort- und Weiterbildungen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken?

Berufliche Weiterentwicklung ist ein wichtiger Faktor für die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Hier müssen sich Krankenhäuser gezielt an den Wünschen, aber auch an den Potenzialen der Mitarbeiter orientieren. Mit einem umfassenden und differenzierten Angebot für die vertikale, aber auch für die horizontale Karriere kann sich ein Krankenhaus einen deutlichen Standortvorteil bei der Anwerbung von Fachkräften erarbeiten. Das Thema Fort- und Weiterbildung sollte fest in der Unternehmenskultur verankert sein.

Was sind die größten Herausforderungen für Pflegekräfte, die sich fortbilden möchten – und wie können sie diese überwinden?

Sie müssen sich ihren Stärken und Verbesserungspotenzialen bewusst sein und sich gezielt die dazu passenden Angebote suchen. Ich halte nichts von Gießkannenprogrammen. Der Austausch mit der direkten Führungsperson kann im besten Fall eine wichtige Ressource sein. Eine längerfristige Weiterbildung oder ein Studium im Spagat mit Beruf und Privatleben zu bewerkstelligen, ist nicht einfach. Hier hilft vor allem das Umfeld auf der Arbeit, etwa die Unterstützung der Vorgesetzten. Aber auch die Familie muss hinter einem stehen. Wichtig ist, nicht gleich hinzuschmeißen, wenn es mal nicht so gut läuft. Manchmal muss man sich durchbeißen, ist aber der Erfolg da, kann das ungemein beflügeln.

Weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten mit dem Aufstiegs-BAföG in den sozialen Berufen und Beispiele aus der Praxis gibt es unter: Das AFBG in sozialen Berufen

Informations- und Werbematerialien über das Aufstiegs-BAföG stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung kostenfrei zur Verfügung. Die Flyer, Plakate und Edgard Card („ICH WEISS, WAS ICH WILL!“) können Sie unter dem folgenden Link herunterladen oder bestellen: Informationsmaterialien