03. April 2019: Hört, hört! Die Aufstiegs-BAföG-Tour zu Besuch an der Akademie für Hörakustik in Lübeck

Hochbetrieb auf dem Campusgelände der Akademie für Hörakustik (afh) in Lübeck: 500 Auszubildende waren im April aus ganz Deutschland angereist, um an den regelmäßig stattfindenden Ausbildungslehrgängen teilzunehmen. Klar, dass da das Team der Aufstiegs-BAföG-Tour mit von der Partie war. Bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern fand das großen Anklang. 

Als zentrale Bildungseinrichtung ist die Akademie für Hörakustik in Lübeck für die überbetriebliche Schulung der Auszubildenden zuständig. Lernende aus allen Bundesländern kommen für die Ausbildungslehrgänge nach Lübeck. 500 Auszubildende vertieften ihre medizinischen, psychologischen und kommunikativen Kenntnisse, brachten ihr Wissen über verschiedene Hörsysteme auf den neuesten Stand und tauschten ihre Erfahrungen aus. Über das ganze Jahr verteilt bietet die Akademie für Hörakustik in Lübeck verschiedene Lehrgänge und Kurse für den Bereich der Hörakustik an. Auch berufsbegleitende Fort- und Weiterbildungen und die Meisterausbildung gehören dazu. Wie das Aufstiegs-BAföG den angehenden Hörakustikerinnen und Hörakustikern dabei helfen kann, die eigene Karriere nach der Ausbildung voranzutreiben, darüber informierte die Aufstiegs-BAföG-Tour in Lübeck. Das Aufstiegs-BAföG richtet sich an alle, die sich beruflich weiterqualifizieren möchten.

AFBG-Tour in Lübeck

BMBF

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Hört Hört! Karriere mit dem Aufstiegs-BAföG – Erfahrungen von einem, der Meister wurde

Mats Barkau, afh

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Der Meistertitel kann als Sprungbrett für die Selbstständigkeit genutzt werden oder für den Einstieg an der Hochschule. Für letzteres hat sich Mats Barkau entschieden. Seit 2018 lehrt er an der Akademie für Hörakustik, wo er 2017 die Weiterbildung zum Meister absolvierte. „Nach meiner Gesellenprüfung war ich 19 Jahre alt und wollte erstmal Berufserfahrungen sammeln. Nach drei Jahren war bei mir der Zeitpunkt gekommen, wo ich dachte: „Jetzt oder nie!“ Das Aufstiegs-BAföG hat dabei eine sehr große Rolle gespielt. Durch die Förderung konnte ich ruhigen Gewissens den Kurs antreten.“ Die Zeit des Lernens möchte Mats Barkau nicht missen, denn der Zusammenhalt in der Klasse hat ihn immer wieder aufgefangen: „Ich hatte immer schon große Probleme mit Mathematik und dachte erst, dass mir deshalb der Meister nicht möglich ist. Aber ich habe in der Klasse Freunde gefunden, mit deren Hilfe ich es doch geschafft habe.“ Auf den Meistertitel ist er stolz, auch weil daran eine so lange Tradition geknüpft ist. Und er freut sich, dass er nun als Lehrender den lernschwächeren Schülern das Gefühl vermitteln kann, dass sie es schaffen können. Für ihn persönlich war der folgende Ratschlag seiner Großeltern wegweisend: „Wer nur auf der Stelle stehen bleibt, kann in seinem Leben nichts erreichen.“ Seine Tipps für den Nachwuchs: „Wartet nicht zu lange. Überlegt, warum Ihr das wollt. Nutzt die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung durch das Aufstiegs-BAföG.“

Nach der Ausbildung ist vor der Fortbildung

Dr. Frederick Hahn

Akademie für Hörakustik (afh)

Die Akademie für Hörakustik (afh), die seit über vierzig Jahren den Nachwuchs im Bereich Hörakustik aus– und weiterbildet, ist auch international tätig. Dr. Frederick Hahn, Leiter Fort- und Weiterbildung der afh, erzählt in unserem Interview, welche Perspektiven die Ausbildung zur Hörakustikerin und zum Hörakustiker bietet und warum es sinnvoll ist, in eine Weiter- und Fortbildung zu investieren.

1. Herr Dr. Hahn, Ihre Akademie wurde 1971 gegründet. Was zeichnet sie aus und warum ist Ihnen der Bereich Aus- und Weiterbildung so wichtig?

Die Akademie für Hörakustik ist DIE Bildungsstätte für Hörakustikerinnen und Hörakustiker - für Deutschland und in der ganzen Welt. Die Lernenden besuchen in ihrer Ausbildung den Campus Hörakustik in Lübeck, und hier erhalten sie nicht nur eine exzellente Ausbildung für einen anspruchsvollen und schönen Beruf, sondern auch Fort- und Weiterbildung, um bei den Entwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben, selbst voranzukommen und sich neue Spezialisierungen und Aufgabenfelder zu erschließen.

2. Warum lohnt es sich, in eine Weiter- oder Fortbildung in der Hörakustik zu investieren? Wie schätzen Sie die aktuelle Situation in der Branche ein?

In der wachsenden, zukunftssicheren Branche ist die Weiterbildung zur Meisterin bzw. zum Meister der erste Schritt zu einer Karriere im Unternehmen oder zur Selbständigkeit. Mit weiteren Fortbildungen kann man dann sein Profil schärfen und sich auf besonders anspruchsvolle Versorgungen - zum Beispiel bei Kleinkindern und Kindern, oder bei älteren, dementen Kundinnen und Kunden – einstellen. Auch der technische Fortschritt – jedes Jahr erscheint eine neue Hörgerätegeneration – macht ständige Weiterbildung zur Pflicht.

3. Im Bereich Weiterbildung können die Gesellinnen und Gesellen an der afh die Meisterprüfung ablegen, die durch das AFBG gefördert wird. Wie wichtig ist dieser Schritt für die Karriere?

Nach dem Gesellenbrief ist der nächste Schritt die Vorbereitung auf die Meisterprüfung. Als gefahrengeneigtes Gesundheitshandwerk ist man erst mit dem Meisterbrief in der Lage, alle Aufgaben selbst und eigenverantwortlich auszuführen. Die meisten unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Meisterkursen lassen sich nach AFBG fördern – sei es im Vollzeit-Kurs oder den berufsbegleitenden Intensivkursen. Mit dem Meisterbrief ist dann der Grundstein für die Karriere gelegt: Leitung eines Fachgeschäfts, Selbständigkeit oder Spezialisierungen als Pädakustikerin und Pädakustiker für die Hörsystemversorgung von Kindern oder als Akustikerin und Akustiker für implantierte Hörsysteme. Alles das sind Wege für die Meisterin und den Meister – und dank AFBG steht dieser Weg praktisch jeder und jedem offen, unabhängig von der finanziellen Situation.

4. Ein Teil der Meistervorbereitungen findet im virtuellen Lernraum statt. In welchem Verhältnis stehen diese zu den Präsenzphasen und welche Vorteile ergeben sich für die Lernenden?

Der virtuelle Lernraum ist für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer berufsbegleitenden Intensivkurse – die ja aus dem ganzen Bundesgebiet kommen – die Heimat auf dem Campus Hörakustik. Hier halten sie Kontakt zu den Lehrenden und Mitlernenden, stellen und beantworten Fragen und können trotz großer Distanzen gemeinsam lernen. So können sie die Praxisunterrichte vorbereiten und intensiv nutzen, um gut vorbereitet in die Prüfungen zu gehen.

5. Wie findet man am besten heraus, welche Fort- und Weiterbildungen für einen geeignet sind?

Unser Fort- und Weiterbildungsprogramm für das nächste Jahr veröffentlichen wir traditionell auf dem Internationalen Hörakustik-Kongress der EUHA. Wer es nicht schafft, uns dort zu besuchen, erhält unser Programmheft zugeschickt – oder informiert sich online unter afh-luebeck.de bzw. bi-akustik.de. Unser Meisterkurs- und Seminarteam berät auch gerne und kompetent zu unseren Angeboten. Und natürlich profitieren wir von den Weiterempfehlungen der immer gut vernetzten Hörakustik-Community.